Trotz der Besorgnisse um einen Konjunkturabschwung, die sich wegen der schwachen US-Einzelhandelsumsätze aus dem April sowie aufgrund des möglichen Rückgangs des chinesischen Einkaufsmanager-Index in China intensivierten, tendierten die Aktienmärkte recht robust. Darüber hinaus reagierten sie positiv auf die Entwicklung des US-Index zum Verbrauchervertrauen sowie andere sich weltweit verbessernde Frühindikatoren.
Die Aussichten asiatischer Aktien sind trotz der globalen Unsicherheit nach wie vor viel versprechend. Obwohl die veröffentlichten Unternehmensgewinne im I. Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang belegen, gehen die negativen Korrekturen der Gewinnprognosen seitens regionaler Marktteilnehmer im April allmählich zurück. Darüber hinaus haben einzelne Unternehmen ihre Gewinnprognosen angesichts eines Wiederaufbaus der Lagerbestände sowie einer unerwartet hohen Endnachfrage angehoben. In den nächsten Quartalen wird die chinesische Wirtschaft aufgrund von Investitionen und Konsumausgaben wahrscheinlich stärker wachsen als im I. Quartal 2009. Auf politischer Ebene haben die sich verbessernden Beziehungen zwischen China und Taiwan zu einem höheren Verkehrsaufkommen, einer intensiveren wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie zu stärkeren Investmentaktivitäten geführt. Insgesamt weist Asien äußerst hohe Sparraten auf und verfügt über ein solides Bankensystem. Durch diese Faktoren sollte die Region in der Lage sein, mit den derzeitigen Problemen besser fertig zu werden als die westlichen Industriestaaten. Die Besorgnisse um das Ausmaß und die Dauer der globalen Rezession sowie der Grippeepidemie trüben die Aussichten für Asien jedoch weiterhin ein. Die größten Risiken bestehen in einer sich weiter ausbreiteten Grippeepidemie, einer unerwartet schwachen Endnachfrage sowie umfangreichen Kapitalaufnahmen insbesondere von Finanzinstituten.
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