| "Die Garantie hat gegriffen", macht Mathias Bauer, Geschäftsführer von Raiffeisen Capital Management (RCM) deutlich, auch namens der heimischen Fondsbranche. "Ohne diesen Airbag wären die Kunden nach dem Finanz-Tsunami 2008 heute bei 50 Prozent."
Dass die Börsen so abstürzen würden, habe 2003, als die Zukunftsvorsorge startete, niemand vorhersagen können. Ein einmaliges Ereignis in 30 bis 40 Jahren. Den Vorwurf, die Kunden nicht genug informiert zu haben bei Vertragsabschluss, wollen die Anbieter nicht auf sich sitzen lassen. Bis vor 2008 sei die Möglichkeit wegen kurzfristiger Kursverluste in der Aktienquote ausgestoppt zu werden in etwa vergleichbar mit der Wahrscheinlichkeit, auf dem Weg von Wien nach Salzburg mit dem Auto automatisch zu verunfallen, erinnert sich Bauer.
Beim "Raiffeisen Pensionsfonds Österreich 03" ebenso wie bei den Folgefonds bis 2006 seien die bisherigen Einzahlungen ausgestoppt, bestätigte Bauer. Da gilt die Kapitalgarantie für das bisher einbezahlte Kapital, die Aktienquote bleibt bei Null. Neue Zuflüsse werden laut Bauer wieder Aktienquoten haben, je nach Börsekursentwicklung vorerst vorsichtig beginnend bei 15 Prozent, mit Raum nach oben und unten. Beim "Referenzprodukt" Pensionsfonds Österreich 03 also wieder bis Ende 2013. Nach RCM-Berechnungen dürfte sich aus heutiger Sicht beim ausgestoppten 2003er-Fonds die Rendite über eine zehnjährige Laufzeit auf Sparbuchniveau bewegen - Bauer rechnet im Schnitt mit 1,5 bis 2,5 Prozent. |