USA
Die US-Börsen befinden sich in einer Abwärtsspirale. Alleine die Sorge um die Verschuldung einiger Länder am Rand der Eurozone kann dafür aber kein direkter Grund sein. Indirekt führte diese Thematik zuletzt jedoch zu einem aufwertenden US-Dollar, was einige Marktteilnehmer zum Schließen von Dollar finanzierten Aktienpositionen veranlassen dürfte. Weder aktuelle Wirtschaftsdaten noch die Unternehmensergebnisse der laufenden Berichtssaison haben jedenfalls in Summe große Enttäuschungen hervorgebracht. Andererseits erwarten wir, dass in den kommenden Wochen die Konjunktur-Vorlaufindikatoren schwächer tendieren und die Konsolidierungsphase noch verstärken können. Wir bleiben daher auf Sicht März 2010 bei unserer „Verkauf“-Empfehlung. Für mittel- und langfristig orientierte Anleger bieten die aktuellen Kursrückschläge hingegen schon bald wieder gute Gelegenheiten in den Markt einzusteigen. Europa
Nachdem man zu Wochenbeginn noch glauben konnte, dass der Abwärtstrend an den europäischen Aktienmärkten gestoppt sei, wurde man gegen Ende der Woche hin eines Besseren belehrt. Vor allem die Mischung aus zuletzt zum Teil enttäuschenden Quartalszahlen (Roche, BP, Royal Dutch/Shell) und den Sorgen über die Zahlungsfähigkeit Griechenlands, die mittlerweile auch auf Spanien und Portugal (misslungene Platzierung einer 1-jährigen Staatsanleihe) übergeschwappt sind, wurden von vielen Investoren offensichtlich zum Anlass genommen, um sich vorerst einmal aus Aktien zurückzuziehen und eher den sicheren deutschen Staatsanleihenhafen anzusteuern. Obwohl unser Kursziel beim DJ Euro Stoxx 50 mittlerweile schon erreicht wurde, erwarten wir, dass die derzeit vorherrschenden Faktoren die Märkte noch einige Zeit beschäftigen werden und uns die eingeleitete Konsolidierungsphase auf noch tiefere Niveaus führen wird. |