USA
Die US-Aktienmärkte konnten sich zuletzt wieder merklich erholen bzw. liegen aus Sicht eines EUR-Anlegers seit Jahresbeginn sogar klar im Plus. Die globale Sorge um die Verschuldung einiger Länder am Rand der Eurozone tritt nun etwas in den Hintergrund. Dafür beginnt jetzt die US-Notenbank – früher als erwartet – mit dem Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik. Mittelfristig könnten zudem die Konjunktur-Vorlaufindikatoren schwächer tendieren und die Konsolidierungsphase am Aktienmarkt neuerlich verstärken. Wir bleiben daher auf Sicht März 2010 bei unserer „Verkauf“-Empfehlung. Europa
Nachdem man glauben konnte, dass sich nach der Unterstützungserklärung der anderen Eurozone-Länder für das finanziell angeschlagene Griechenland die Lage beruhigen würde, sorgte die Anhebung des US-Diskontzinssatzes durch die US-Notenbank für erneute Nervosität. Dies begründet sich insbesondere in der Tatsache, dass vor allem die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken rund um den Globus nicht unwesentlich auch zu der im März vergangenen Jahres begonnenen Aktienmarkt-Rally beigetragen hat. Obwohl die europäischen Aktienmärkte bislang nicht allzu negativ auf die Entscheidung der US-Notenbank reagiert haben, erwarten wir in den kommenden Wochen doch noch einmal niedrigere Kursniveaus. Japan
Der japanische Aktienmarkt konnte in der abgelaufenen Handelswoche wieder einen Teil des zuletzt verlorenen Terrains zurückgewinnen. Mit Grund dafür sind die hoffnungsvoll stimmenden Fundamentaldaten, die weiter in Richtung Wirtschaftserholung deuten. Dennoch mehren sich mittlerweile rund um den Globus die Signale, dass sich die Liquiditätsversorgung in Zukunft weniger expansiv gestalten wird. Diese Aussicht wird für japanische Aktien noch schwächere Tage bringen. |