USA
Die US-Aktienmärkte blicken abermals auf eine turbulente Woche zurück. Für die per saldo leichten Rückgänge sorgten die wiederum intensivierte Debatte über die Verschuldungsproblematik einiger Staaten, aber auch wieder ansteigende Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Zwischenzeitliche Erleichterung brachte die Bekräftigung von Fed-Chef Bernanke, dass der Leitzins für längere Zeit auf außergewöhnlich niedrigem Niveau bleiben wird. Eine Nebenrolle spielen derzeit die im Großen und Ganzen weiterhin sehr soliden Unternehmensmeldungen. Auch die von uns für 2010 erwarteten Gewinnanstiege lassen den breiten Markt aus Bewertungssicht wieder zunehmend günstig erscheinen. Die genannten Gründe sprechen zwar mittelfristig für eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends, vorerst werden unserer Meinung nach aber die Belastungsfaktoren (Staatsschuldenproblematik, Exit-Szenario der Notenbank) US-Aktien auf tiefere Niveaus führen. Europa
In der abgelaufenen Börsenwoche schlug das Pendel an den europäischen Aktienmärkten wieder einmal in die negative Richtung aus. Vor allem sorgt das Griechenland-Thema für anhaltende Verunsicherung bei den Anlegern. Die Gefahr einer weiteren Rating-Herabstufung ließ Sorgen um die Stabilität der Eurozone nicht abnehmen. Zur getrübten Stimmung trugen dann auch noch ein erster Rückgang beim deutschen ifo-Index und nicht unbedingt überragende US-Konjunkturdaten bei. Die noch immer laufende Berichtssaison tritt da aktuell ein wenig in den Hintergrund. Alles in allem konnten die bislang veröffentlichten Quartalszahlen dem Markt aber keine wesentlichen Impulse geben, da im Vergleich zu den USA nur etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen die Erwartungen übertreffen konnte. Obwohl unsere Kursziele mittlerweile schon wieder in Reichweite sind, glauben wir, dass die derzeitige Konsolidierungsphase für die europäischen Aktienindizes noch tiefere Niveaus mit sich bringen wird. |